Internet killed the Cruising Star

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich noch vor meinem Coming Out in einem Stadtmagazin die Rezension des Romans „Remeurs Sünden“ von Hans Scherer las. Kurz darauf nahm ich all meinen Mut zusammen und kaufte das Buch in einer lokalen Buchhandlung. Amazon gab es damals noch nicht. Beim Lesen offenbarte sich mir ein schwules Paralleluniversum, von dessen Existenz ich niemals zu träumen gewagt hätte: Eine Welt, in der sich bi- und homosexuelle Männer an öffentlichen Orten treffen, um miteinander Sex zu haben. Denn Remeurs Sünden erzählt die Geschichte von einem genießerischen Reisenden, der die Welt der Klappen, Saunen oder Stricherkneipen in Paris, London oder Amsterdam erkundet.

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Ungefähr im selben Zeitraum kaufte ich mir dann auch den damals aktuellen Spartacus International Gay Guide. Dieser alphabetisch nach Ländern geordnete Reiseführer für schwule Männer enthält nicht nur Überblick über die dort geltenden Gesetze zur Homosexualität, sondern auch eine Auflistung an Orten und Einrichtungen, die für schwule Touristen interessant sein könnten, wie zum Beispiel Gay-Bars, schwulenfreundliche Hotels, Gay-Saunen – und eben Cruising Areas. Zu meinem großen Erstaunen war sogar die niedersächsische Kreisstadt, in der ich damals noch mit meinen Eltern lebte, mit gleich mehreren Einträgen in diesem Buch vertreten. Und siehe da: U.a. handelte es sich bei der öffentlichen Toilette direkt neben der Bushaltestelle, an welcher ich sieben Jahre nach der Schule auf den Bus gewartet hatte, um eine Klappe! Wie wäre mein Sexleben wohl verlaufen, wenn ich das früher erfahren hätte!? Von nun an ging ich fast jeden Tag auf diese und weitere Klappen in Hameln, trieb es mit ehemaligen Kollegen und Lehrern in Büschen im Park, informierte mich vor Reisen über Cruising Areas auf Autobahnparkplätzen oder an Stränden. Fast immer waren es die schönsten Orte in einer Stadt, die sich die Männer als Sextreffpunkte ausgesucht hatten: Die Isarauen in München, die Bullenwiese an den Ricklinger Kiesteichen in Hannover, der Mont Juic Park in Barcelona oder die Dünen von Maspalomas auf Gran Canaria!

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Vor einigen Jahren änderte sich die Cruising-Kultur jedoch schlagartig: Auf öffentlichen Toiletten, auf Autobahnparkplätzen und sogar in den von mir besonders geliebten Pornokinos der Republik nahm die Anzahl der Besucher fast über Nacht spürbar ab. Und sogar auf den mittlerweile weit verbreiteten Dating-Portalen im Internet nahm die Anzahl der Anfragen deutlich ab. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies eine Folge des Siegeszugs der frei und kostenlos zugänglichen Pornoportalen im Internet ist.

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Heutzutage trifft man in Cruising Areas und Pornokinos überwiegend auf Senioren. Vielleicht haben diese noch keinen Internetanschluss im Haus, mit dem sie Sexfilme schauen und kein Smartphone, über welches sie Dates vereinbaren können. Ganz andere Erfahrungen habe ich dagegen in muslimisch geprägten Ländern gemacht, in denen (nicht nur schwule) Sexwebsites gesperrt sind. In Dubai kann man auf fast jeder öffentlichen Toilette anonymen Sex haben, in Damaskus oder Istanbul dienen die Hamams als Treffpunkte, an denen sich Männer gegenseitig verwöhnen.

Somit hatte der Modedesigner Wolfgang Joop wohl recht, als er sagte: „Wenn Sex überall ist, gibt es keinen mehr.“

Section 377 & India : How Safe Is India for a Gay Tourist?

India is referred to as a sub-continent because of the varying weather, terrain, people and languages that you find in the country (well, actually the India sub-continent includes Pakistan, Sri Lanka, Nepal and Bangladesh too, but India is still no less of a sub-continent on its own). The country has 29 different states, each with its own distinct culture, language, food, sub-languages, dialects etc. The variety is so huge that if you move from one state to another, you might even be mistaken that you are in a different country!! During one of my own solo trips in South of India, I met two young German students who were stunned by the diversity they found in India and remarked that in Europe, you find a totally different culture and language only when you move from one country to another.

All this makes India an ideal travel destination for  a number of tourists. But India is also a country that criminalises anal and oral sex through Section 377 – a legacy of the times that Britain ruled over India. Section 377 of the Indian Penal Code criminalises “unnatural sex against the order of nature” and includes all non peno-vaginal sex. Although ideally the law should apply to straight people engaging in oral and anal sex, the law is widely perceived to be targeting LGBT people only. If convicted under this particular law, you could be sentenced to a maximum of life imprisonment.

However, the Indian LGBT community has been fighting this law in the courts for more than a decade now and met with success in 2009 when the Delhi High Court said that Section 377 should not apply for consensual sex. However this verdict was challenged in the Supreme Court by various religious groups, and the Supreme Court reversed the Delhi High Court judgement in Dec 2013 and re-criminalised anal and oral sex. Currently, the Supreme Court has agreed to re-examine its own verdict by a larger bench of five judges.

Section 377 in India has largely been a tool for the police to extort money from gay men at cruising spots and harass them by threatening to implicate them under Sec 377 if they do not pay them bribes. Recent crime data though shows that a number of cases were filed under Section 377 by the police, there is no distinction though if it was filed against LGBT people or in cases of child abuse (Section 377 is also often invoked in cases of child abuse).

Foreigners taking part in Delhi Queer Pride 2015
Foreigners taking part in Delhi Queer Pride 2015

Despite the existence of Section 377, more and more Indian cities are organising pride marches, LGBT film festivals, parties and other events. Delhi, Kolkata, Mumbai and Bangalore see some of the largest pride marches of the country. There is a thriving LGBT culture in the larger cities, and people mingle and meet in parties, social events, and also via apps like grindr and planetromeo. A number of gay travel portals exist with a largely foreign clientele.

Apart from the legal front, socially, India is still a largely conservative country where public display of affection is generally frowned upon. But you will find a lot of homo-social behaviour which often stumps people visiting from West. Two men holding hands while walking on the road might imply they are gay in Western countries, but such a gesture holds no meaning in India.

India is a vast and beautiful country, a little chaotic may be, but definitely worth visiting. And when you make that trip, do check out the local LGBT scene as well.

Gay-Packliste für Deinen Regenbogenurlaub

Die letzten Tage vor einer Urlaubsreise sind meist geprägt von Stress und Hektik. Während im Büro noch wichtige Arbeiten erledigt werden müssen, um Kunden zufriedenzustellen und Kollegen während unserer Abwesenheit keine zusätzlichen Aufgaben aufzulasten, sind wir mental bereits mit dem Kofferpacken beschäftigt.

Welche Hosen, Hemden und T-Shirts packe ich ein? Wie hoch ist die Anzahl der Freigepäckstücke bei der gebuchten Airline? Wie viel darf ein Gepäckstück maximal wiegen? Welche Gegenstände dürfen ins Handgepäck? Und dann müssen auch noch alle Klamotten gebügelt werden, bevor man sie in den ohnehin viel zu kleinen Koffer knüllt!

Reise-Checkliste für Gays

Um Euch die Zeit vor der Abreise zu erleichtern, haben wir Euch eine kleine Packliste für Gays zusammengestellt. Denn schwule, lesbische und Transgender-Urlauber packen ihren Koffer vielleicht doch ein wenig anders als heterosexuelle Urlauber.

Vor Reisebeginn:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Auslandskrankenschein
  • Erforderliche Schutzimpfungen
  • Impfpass
  • Fahrkarten & Flugtickets
  • (Internationaler) Führerschein
  • Reiseversicherungsschein
  • Intimschmuck vor Kontrolle am Flughafen entfernen
  • Ggf. Visum

Reiseapotheke & Kulturtasche:

  • Schmerztabletten
  • Insektenschutzmittel
  • Kohletabletten gegen Durchfall
  • Pflaster
  • Kondome
  • Gleitgel
  • Sextoys
  • Pinzette
  • Schere
  • Rasierer
  • Gesichtscreme
  • Make-Up
  • Anti-Herpes-Mittel
  • Ohropax
  • Schlafbrille
  • Ggf. Kontaktlinsen und Zubehör

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Mein Tipp zum Platz sparen beim Kofferpacken: Duschgel, Haargel, Sonnencreme, Rasierschaum und After Shave kaufe ich in der Regel am Urlaubsort, da sie meist sehr viel Platz im Koffer wegnehmen und das Gepäckgewicht unnötig erhöhen. Gleiches gilt übrigens auch für Medikamente gegen Geschlechtserkrankungen: Die kaufe ich nur, wenn ich mir im Urlaub tatsächlich etwas eingefangen habe (was bisher zum Glück noch nicht passiert ist :-)).

Technik:

  • Internationale Steckdosenadapter
  • Fön
  • Kamera
  • SSD-Karten mit ausreichend Speicherkapazität
  • Ladekabel für Smartphone und Laptop
  • Externer Akku für Handy
  • Kopfhörer
  • Passenden Datenpass für Handynutzung im Ausland aktivieren
  • Passende Dating-Apps auf dem Handy (z.B. PlanetRomeo, TYTE, Grindr, Scruff)

Kleidung & Accessoires:

  • Die richtige Kleidung für jedes Wetter
  • Sonnenbrille
  • Frische Unterwäsche für jeden Tag
  • Sportkleidung für Aktivitäten
  • Schicke Kleidung für den Abend
  • Schmuck
  • Perücken

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Mein wichtigster Tipp zum Koffer packen kommt ganz zum Schluss: Packe niemals unter Zeitdruck! Das gilt besonders dann, wenn Du etwas chaotisch veranlangt bist. Ich beginne meist vier bis fünf Tage vor Abflug mit dem Kofferpacken. So habe ich noch ausreichend Zeit, um ganz entspannt die Wäsche zu waschen und zu bügeln. Und falls mir doch noch etwas einfällt, dass ich vergessen habe, muss ich es nicht im letzten Moment erledigen. Damit du nichts vergisst und vor allem nur das dabei hast, was Du wirklich im Urlaub benötigst, habe ich diese Checkliste zum Kofferpacken erstellt

Gay Men and Body Hair

There are two kinds of gay men – those who like a hairy body, and those who prefer a smooth (hairless) one. We all have our choices and our preferences, but our choices and “likes” are also influenced by the media and the things we see around us, something that is referred to as “social conditioning”. And if our preferences are in a way conditioned based upon what we see around us, how immune or susceptible is the gay community to this conditioning?

The answer in short is very susceptible. As a marginalised or persecuted group, for many in the gay community, the only interaction they have with other gay men/groups is through the portrayal in popular media. But popular media is not rebellious. It instead loves to stereotype people and project a certain image of people, based upon its own interests (or the interests of its advertisers).

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When huge amount of advertisement revenues are coming from razor companies, it becomes important for the media to also enable the business of the advertiser so that the revenue source doesn’t come to a halt. It is then that the media constantly bombards us with certain types of men to influence our thinking – men who are hairless, have a smooth body. When we grow up looking at (or seeing around us) men with smooth and hairless bodies as the only ones being projected as models, or desirable, we soon internalise the thought that the ideal male body is the one which has no body hair. And if the body has hair, be it on the chest, or the stomach, it needs to be either shaved or waxed.

Today a more diverse and realistic portrayal of men is being demanded from the popular media. Probably if there was a more diverse representation of men in media, we would be able to make our own choices, and hairy body will be in that choice.

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Schwuler Hip-Hop: Es muss nicht immer Disco oder Schlager sein

Alle Schwulen lieben Madonna, ABBA, Schlager und Disco? Mitnichten! Natürlich gibt es auch viele schwule Männer, die gern Musikrichtungen hören, welche eher selten mit homosexuellen Clichés in Verbindung gebracht werden. So outete sich Rob Halford von der Heavy-Metal-Band Judas Priest bereits im Jahr 1998 als erster homosexueller Metal-Sänger. Doch auch in der Hip-Hop-Szene steigt die Anzahl der MCs, die von der immer noch verbreiteten Salonfähigkeit von Homophobie im Rap nichts halten, spürbar an. Zwar führt der Weg zum Ruhm im Hip-Hop vor allem in Deutschland meist noch immer über die Inszenierung einer übersteigerten Männlichkeit, Aggressivität und Texten, in denen die Wörter gay, schwul, Homo oder Schwuchtel als Beleidigung eingesetzt werden. Doch während der deutsche Rapper Bass Sultan Hengzt mit seinem vermeintlichen Coverartwork, das zwei sich küssende Männer zeigt, noch einen schwulenfeindlichen Shitstorm auslöste, ist man in den USA schon viel weiter: In Übersee gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Rappern/Rapperinnen, die sich als schwul, bisexuell oder transgender geoutet haben. Insbesondere im experimentellen Underground-HipHop gibt es mittlerweile eine Vielzahl an queeren Musikern/-Innen. Einige der spannendsten wollen wir Euch in diesem Blog-Artikel vorstellen.

Frank Ocean

Der HipHop/R&B-Sänger Frank Ocean war im Jahr 2012 der erste und wohl bekannteste Protagonist der Szene, welcher sich als schwul geoutet hat. Dies war insofern überraschend, da Frank Ocean ein Mitglied der als homophob geltenden Hip-Hop-Gruppe Odd Future Wolf Gang Kill Them All, kurz Odd Future genannt, war. Jedoch waren bereits zuvor Gerüchte über die Sexualität des Sängers entstanden, da dieser in einigen Musikstücken, die hauptsächlich das Thema Liebe behandeln, Wörter verwendete, die eindeutig auf einen Mann als Liebespartner hindeuteten. Seitdem hat sich jedoch schon viel getan, sogar bei der Grammy-Verleihung ist Frank Ocean bereits aufgetreten.

Le1f

Der in New York geborene Voguer Le1f studierte Ballet und Modern Dance. Mittlerweile betreibt Le1f sein eigenes HipHop Label Camp & Street und ist als offen schwuler Rapper mit einem unorthodoxen Produktionsstil bekannt. Seinen Song „WUT“ stellte er sogar in der Late-Night-Show von David Letterman vor.

Mykki Blanco

Bereits im November 2012 produzierte Le1f gemeinsam mit Mykki Blanco das Lied „Fucking the DJ“. Die rappende Drag Queen stellt die Geschlechterrollen des HipHop infrage und nutzt Musik, Videos und Auftritte als experimentelle Performancekunst. Inzwischen hat es Mykki Blanco in Hochglanzmagazine wie die italienische Vogue , die Elle oder in Andy Warhols Interview Magazine geschafft und ist so etwas wie das It-Girl der queeren Hip-Hop-Szene.

Cakes Da Killa

Der 24-Jährige Schnellfeuer-Rapper Cakes Da Killa zählt mit seinen expliziten Texten über schwulen Sex, aggressiven Beats und Sounds voll musikalischer Referenzen zu den derzeit aufregendsten Stimmen im Hip-Hop-Business. In seinen Videos und bei seinen Auftritten mischt Cakes Da Killa Gender-Identitäten exzessiv durcheinander. Wer hätte gedacht, dass eines der besten Rap-Videos der letzten Jahre einen Typen zeigt, der diverse Hüte ausprobiert?!

Arca

Der Venezolaner Arca, welcher laut eigenen Angaben in seiner Jugend stark mit seiner Homosexualität haderte, hat trotz seines jungen Alters von 25 Jahren bereits Musik für Kanye West und Björk produziert sowie mit jungen, aufregenden Sängerinnen wie FKA Twigs und Kelela zusammengearbeitet. In seinen eigenen Musikstücken reiht Arca post-industrielle Sounds, Drones und basslastige Electronica mit klassischen Referenzen und Pop-Musik aneinander. Im Jahr 2015 sorgte Arca auch außerhalb des Musikbusiness für Aufsehen, als er sich für das BUTT Magazine freizügig von Wolfgang Tillmans interviewen und fotografieren ließ. Auch das offizielle Video zu seinem Song „Vanity“ sorgte für Aufsehen.

Interview mit unserem Blogger Mario: zusammen mit seinem Mann betreut er Flüchtlinge oder besser gesagt „die Jungs“

Stephan (Blogredakteur): Wie und wann seid ihr das erste Mal mit der Thematik Flüchtlingshilfe oder der Fluchtkatastrophe selbst in persönliche Berührung gekommen?

Mario: Zuerst haben wir das Thema natürlich in den Nachrichten verfolgt. Irgendwann sah man dann auch hier im Stadtbild immer mehr Flüchtlinge. In den Medien hatte ich gelesen, dass schwule Flüchtlinge in manchen Unterkünften drangsaliert werden. Also haben wir uns überlegt, dass wir in einem solchen Fall einen oder zwei Flüchtlinge in unserem Haus aufnehmen könnten. Der Stadt war jedoch kein solcher Fall bekannt. Stattdessen bot man uns an, eine sogenannte Zimmerpatenschaft in einem Flüchtlingsheim für alleinstehende Männer zu übernehmen.

Anfangs war ich skeptisch, ob ich als schwuler Mann diese Aufgabe tatsächlich übernehmen sollte. Immerhin stammen die Männer aus gänzlich unterschiedlichen Kulturkreisen, in denen Homophobie an der Tagesordnung ist und Homosexualität teilweise mit dem Tod bestraft wird. Dann kam ich jedoch zu der Erkenntnis, dass ich mich selbst diskriminieren würde, wenn ich die Aufgabe aufgrund meiner Sexualität nicht übernehmen sollte. Außerdem wollte ich überprüfen, ob meine Befürchtungen und Vorurteile tatsächlich zutreffen. Daher habe ich einfach mal geschaut, was auf mich zukommt.

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Was zählt für euch konkret dazu, Flüchtlingen zu helfen? Was sollte eurer Meinung nach auf jeden Fall für sie getan werden?

Neben einer „Grundausstattung“ ist unser Hauptziel die Integration in Deutschland: Das Erlernen der Sprache, das Respektieren unserer Werte, usw. Wir wollen aber auch unter Deutschen Präsenz zeigen: So gehen wir mit den Jungs in Restaurants, ins Schwimmbad oder nehmen Sie mit zu Familienfeiern. So lernen beide Seiten voneinander.

Was hat euch motiviert, gemeinsam den Flüchtlingen zu helfen?

Das hatte eine Vielzahl von Gründen: Ich bin selbständig und arbeite den ganzen Tag allein im Home Office am Computer. Wir wohnen in einer kleinen Stadt in Ostwestfalen, wo es nicht viele Freizeitmöglichkeiten gibt (zumindest nicht solche, die mich interessieren). Daher hatte ich schon lange nach einer sinnvollen Beschäftigung außerhalb des Büros nach Feierabend gesucht. Außerdem wollte ich endlich wieder mit Menschen zusammenarbeiten.

Zudem hat mich das Aufkommen rechter Parolen im vergangenen Jahr in Deutschland schockiert. Besonders schlimm finde ich, dass dieser Fremdenhass sogar in unserem (schwulen) Freundeskreis grassiert, der es ja eigentlich besser wissen sollte. Hier wollte ich ein Zeichen setzen.

Und zuletzt war ich auch einfach neugierig auf die Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, und wollte mir selbst ein Bild machen. Schließlich bin ich selbst nicht frei von Vorurteilen und wollte diese auf eigene Faust auf die Probe stellen.

Wie genau lässt sich also eure Hilfe für die Flüchtlinge beschreiben?

Zu Beginn der Betreuung haben wir erstmal alle mit warmer Winterbekleidung ausgestattet. Einige Kleidungsstücke haben wir in einer Kleiderkammer für Flüchtlinge besorgt. Die meisten Flüchtlinge sind jedoch sehr klein, so dass es kaum passende Kleidung in ihren Größen gab. Daher haben wir die Jungs zu einem Shopping-Bummel eingeladen und vieles von unserem eigenen Geld gekauft.

Außerdem haben wir sie für Deutschkurse angemeldet, Lebensläufe für Bewerbungen erstellt oder Beratungsgespräche bei der IHK für Jobmöglichkeiten organisiert.

Der Alltag sieht momentan so aus, dass ich – als ehemaliger Lehramtstudent – abends mit den Jungs den Stoff aus dem Deutschunterricht wiederhole. Mein Mann kümmert sich um Organisatorisches, z.B. Fahrräder oder eine Wohnung zu beschaffen.

Zur besseren Integration unternehmen wir mit den Jungs Ausflüge, gehen ins Schwimmbad – und Weihnachten und Silvester hatten wir sogar alle zu uns nach Hause eingeladen. Dort haben wir gemeinsam gebacken und gekocht, anschließend gegessen und später zu syrischer Musik und Helene Fischer (die ich sonst nicht freiwillig hören würde) um den Weihnachtsbaum getanzt.

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Begleitet euch eine Organisation, ein Verein oder gar eine Behörde bei eurer Hilfe? Falls nicht, wäre das ein Wunsch von euch oder doch nicht?

Das Flüchtlingsheim wird von der Stadt betrieben, diese ist mit der Versorgung der Flüchtlinge jedoch komplett überfordert. Im Grunde wird das Heim von ehrenamtlichen Helfern am Laufen gehalten. Da wir gerne individuell und unabhängig sind, stellt dies jedoch kein Problem für uns dar. Ob Kleidung oder Wohnungen – wir organisieren mittlerweile alles privat.

Mario, während du mir von der Hilfe erzählst, die du zusammen mit deinem Mann für die Flüchtlinge leistest, sprichst du von „Betreuung” der Flüchtlinge. Wählst du diesen Begriff bewusst und falls ja, worin besteht für dich der Unterschied zu dem BegriffHilfe”?

Unter dem Begriff „Hilfe“ verstehe ich die Versorgung mit dem Nötigsten: Kleidung, Nahrungsmittel, Organisatorisches. Unsere Betreuung ist jedoch sehr persönlich und beschränkt sich auf eine relativ kleine Gruppe von Menschen, deren Entwicklung uns sehr am Herzen liegt. Seit knapp zwei Wochen nehmen wir z.B. erfreut zur Kenntnis, dass unsere „Schützlinge“ vermehrt beginnen, ganze Sätze auf Deutsch zu sprechen. So müssen sich Eltern fühlen, deren Kinder zum ersten Mal „Mama“ oder „Papa“ sagen oder die ersten Schritte auf eigenen Beinen laufen 😉

Welche allgemeinen Infos wie z.B. Name, Herkunftsland, Alter, Religionszugehörigkeit oder Sprachen der Jungs habt ihr überhaupt?

Die Namen möchte ich hier natürlich nicht nennen. Wir betreuen ein Zimmer mit neun Bewohnern. Immer häufiger stoßen jedoch auch andere Bewohner des Heims zu unserer Gruppe.

Es handelt sich ausschließlich um alleinstehende Männer im Alter von 19 bis 45. Die meisten sind Mitte 20. Mit Ausnahme eines Irakers und eines Ghanaers stammen alle aus Syrien. Die meisten sind Kurden, einige Araber. In ihren Herkunftsländern wären Sie Feinde, hier in Deutschland wohnen Sie alle gemeinsam friedlich in einem Zimmer und unterstützen sich gegenseitig wie eine Familie.

Es sind Moslems, Jesiden und ein Christ. Insbesondere die Kurden scheinen jedoch nicht besonders religiös zu sein.

Über welche Wege findet die Kommunikation mit den Jungs statt? Verbal und/ oder non-verbal?

Der Ghanaer und ein Syrer sprechen Englisch. Alle anderen Mitglieder unserer Gruppe sprechen Arabisch und Kurdisch. Bei wichtigen Angelegenheiten spreche ich Englisch und einer übersetzt für die anderen. Ansonsten spreche ich ganz bewusst ausschließlich Deutsch, mit vielen Gesten und Zeigen. Das klappt erstaunlich gut. Zudem gehen alle 4 Tage pro Woche in die Sprachschule und fangen nun nach wenigen Wochen auch an, erste Sätze auf Deutsch zu sprechen. Und im Notfall nutzen wir eine Übersetzungs-App. Im Alltag wird diese jedoch kaum benötigt.

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Welche positiven und/ oder negativen Veränderungen ergeben sich durch eure Betreuung in eurem eigenen Alltag? Welche neuen Erfahrungen und Schlüsselmomente erlebt ihr für euch selbst?

Negative Veränderungen haben sich bisher überhaupt nicht ergeben. Wenn ich dagegen sehe, dass alles, was diese Jungs besitzen, in einen Rucksack passt, lösen sich meine Luxussorgen meist sehr schnell wieder in Luft auf. Vor allem wird mir immer wieder bewusst, wie gut es uns hier in Deutschland geht – und trotzdem sind die meisten Deutschen nur am Jammern und fürchten den Untergang der Welt.

Außerdem wird mir durch die extreme (Gast-) Freundlichkeit und Dankbarkeit der Flüchtlinge jeden Tag vor Augen geführt, wie unfreundlich die Menschen in Deutschland sind (das geht mir übrigens auch schon so, wenn ich in anderen europäischen Ländern zu Gast bin). Jede Tür wird mir aufgehalten, der Stuhl am Tisch für mich zurückgeschoben und sobald ich sitze, steht auch schon eine Tasse mit dampfendem Tee vor mir. Im Gegenzug muss ich ihnen z.B. neue Kleidung förmlich aufdrängen, da sie aus lauter Bescheidenheit niemals freiwillig ein Geschenk annehmen würden, obwohl ihnen die löchrigen Schuhe nach dem langen Weg fast von den Füßen fallen.

Welche möglichen allgemeinen Konflikte im gegenseitigen Kontakt entstanden bzw. sind vorstellbar? Wie lässt sich die Atmosphäre während der Betreuung der Jungs beschreiben?

Konflikte gab es bisher überhaupt nicht. Zu Beginn habe ich versucht, den Kontakt auf professioneller Distanz zu halten, ähnlich einer Lehrer-Schüler-Beziehung. Der Versuch ist aber schon nach wenigen Tagen gescheitert: Wir wurden von Freundlichkeit und Dankbarkeit nur so überschüttet. Mittlerweile ist es eine sehr familiäre Atmosphäre: Die Jungs bezeichnen unsere Gruppe als „eayila“ (arabisches Wort für „Familie“) und nennen uns scherzhaft „Papas“. Kurz gesagt: Sie sind uns innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen.

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Wie empfindet ihr das Aufeinandertreffen von vermutlich unterschiedlichen kulturellen Werten? Kommt es überhaupt dazu und wenn ja, auf welche Weise (Sprache, Mimik, Gestik, Stimmlage,…) ?

Wie ich bereits oben sagte: Bisher ist es zu keinem einzigen Konflikt gekommen. Sämtliche Vorurteile und Befürchtungen, die ich vor der Betreuung hatte, haben sich wirklich durchgehend in Luft aufgelöst: Sie schütteln Frauen die Hand, lassen vor Arzthelferinnen und Krankenschwestern die Hüllen fallen und sich untersuchen, singen auf Weihnachtsfeiern christliche Lieder, mögen Hunde und trinken (bis auf eine Ausnahme) sogar Alkohol.

Einzig im Bereich Sexualität sind doch deutliche Unterschiede erkennbar, z.B. beim Anblick von barbusigen Frauen in Zeitschriften (z.B. im „Stern“ im Wartezimmer einer Arztpraxis) oder leicht bekleideten Schaufensterpuppen in BH und Strapse: Da wird dann schnell verschämt weggeschaut, um nicht ertappt zu werden, oder rot anzulaufen. Den Anblick der Bikini-Mädchen im Schwimmbad haben sie aber unbeschadet überstanden.

Ich könnte mir vorstellen, dass euer Engagement als Paar etwas Neues für die Flüchtlinge ist. Welches Bauchgefühl habt ihr hierbei? Und inwiefern seid ihr als Paar überhaupt präsent bzw. erkennbar?

Das ist natürlich ein Punkt, der mir vor Beginn der Betreuung viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Zu Beginn habe ich mich der Gruppe allein vorgestellt. Doch die Atmosphäre war vom ersten Tag an so herzlich, dass ich bereits nach zwei Wochen meinen Mann mit ins Flüchtlingsheim genommen habe. Dort habe ich ihn neutral als meinen Freund („my friend“) vorgestellt. Das mache ich übrigens mit neuen Bekanntschaften immer so. Ich muss nicht jedem Menschen gleich bei der ersten oder zweiten Begegnung verraten, dass ich schwul bin.

Einmal pro Woche bringen wir die Jungs mit unseren Autos zum Sport. Ziemlich schnell haben sie natürlich mitbekommen, dass ich manchmal auch das Auto meines Mannes fahre. Dann habe ich erklärt, dass wir zusammenleben und es „unsere Autos“ sind, was ohne nachzufragen abgenickt wurde. Zu Weihnachten und Silvester waren Sie dann zum ersten Mal in unserem Haus. Da kam die Frage, ob wir hier allein oder mit Frauen leben. So haben wir erklärt, dass nur wir zwei Männer in dem Haus leben („like a married couple“). Die Antwort wurde respektiert und seitdem wurde nie wieder gefragt, ob wir verheiratet wären und Kinder hätten (was zu Beginn sehr häufig passierte). Stattdessen richten Sie nun meinem Mann täglich Grüße aus und erkunden sich nach seinem Wohlbefinden (,da er in Festanstellung arbeitet, verbringe ich die meiste Zeit mit den Jungs).

Ich frage mich, weshalb eure Ehe für die Hilfe überhaupt relevant sein sollte. Macht es hinsichtlich der Hilfe einen Unterschied, ob man als Mann einen Mann oder eine Frau liebt? Ganz zu schweigen davon, dass das niemanden etwas angeht. Schließlich erzählen andere Menschen auch nicht ungefragt, dass sie heterosexuell ist. 

Das sehe ich genauso. Hier gibt es interessanter Weise nur Meinungsverschiedenheiten mit deutschen Freunden – egal ob Homos und Heteros. Diese sind zum Teil der Meinung, wir müssten den Flüchtlingen unbedingt sagen, dass wir schwul sind. Allerdings finde ich, dass das unsere Privatsache ist. Eine Lehrerin muss Ihren Schülern auch nicht verraten, dass sie und ihr Ehemann begeisterte Swinger sind. Und wenn ich neue Bekannte oder Geschäftspartner treffe, stelle ich mich auch nicht mit den Worten „Hallo, ich bin Mario und schwul“ vor. Doch wenn mich jemand danach fragt, antworte ich natürlich wahrheitsgemäß. Aber ich binde es auch nicht jedem auf die Nase. Genauso handhaben wir es mit den Flüchtlingen: Sie wissen, dass wir wie ein Ehepaar zusammenleben und nennen uns trotzdem noch „Papa“ – was will man mehr? Im Übrigen mischen wir uns auch nicht in Ihre Beziehungsangelegenheiten. Und ehrlich gesagt finde ich diesen respektvollen Umgang auch sehr angenehm.

The Different Ways People Like to have Sex

Different people enjoy sex differently. Some enjoy being the Top, others Bottom, while there are those who enjoy being both. But this post is not about tops, bottoms or versatile. This post is also not about the various positions one may enjoy having sex in. Rather, this post is more about the idiosyncrasies of people (and mind you, I am not talking about fetish here) during sex.

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There are two kinds of people when it comes to having sex – those who keep the lights on, and those who prefer to do it in the dark. I belong to the first category, and I have often failed to understand why someone would want to have sex with lights turned off. In a pitch dark room, you can barely admire the naked body of the other, you can barely see the beast that will be awakened by your actions, and the worst of all, when any of you gets down to fuck, for the first few minutes, you are mostly trying to figure out where to put your cock. In such situations, we often come to a compromise where we have a dim light source in the form of a torchlight, or a the light from a computer screen. Some of my partners wanted to switch off the light because it somehow assured them that no one would be able to catch/see them having sex, although if anything, it would have made the neighbours only more suspicious.

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There are also the clothed and the naked men. Whereas most of us, while having sex are stark naked without even a single piece of cloth on our body, there are those who would not shed their clothes fully. The clothed variety is of different kind – some would just roll up their shirt and roll down their pants, but never taking them off fully. Others while taking off their shirt, prefer to hold on to their vest as some kind of protection.

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Then there are the kissers and the non-kissers. I am not sure if this category exists outside of South Asia or countries with a lot of homophobia. Many gay/bi men at least in India will not kiss. Their lips are a sacred place that remains out of reach. At least some of the bisexual men are clear that only a girl gets to kiss their lips. For some gay men too, the concept of kissing a man is too alien and probably that is the reason they cannot imagine doing the same. Internalised homophobia apart, one cannot rule out this aversion to kissing to the fact that in India at least, anything touched by someone’s mouth/saliva becomes the untouchable. A part of this concept probably pre-dates to a period of untouchability that was widely practiced in the country, and since then, we have been unable to shake it off completely. Needless to say, such men will not give you a blow job.

I am sure you would have encountered at least one among this list, and probably there would be more additions to it. May be you could tell the other kinds that I have missed.

Silvesterbräuche in Europa

Dank seiner zentralen Lage in Europa kann man von Deutschland aus viele andere Länder und Kulturen bereits nach einer kurzen Autofahrt kennenlernen. Besonders über Silvester zieht es jedes Jahr viele Deutsche in den Kurzurlaub in eines der schönen Nachbarländer. Doch auch wenn uns häufig nur wenige Kilometer von unseren europäischen Nachbarn trennen, gibt es häufig nicht nur große sprachliche Unterschiede: Wer über Silvester in ein anderes Land reist, sollte sich vor der Anreise unbedingt über die lokalen Silvesterbräuche informieren.

Niederlande: Silvester ohne Böller

Mein Mann und ich wohnen nur etwa 1,5 Autostunden von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt. Daher fahren wir am Wochenende gerne und häufig zum Shoppen nach Enschede: Die Stadt direkt hinter der Grenze lockt samstags mit einem tollen Wochenmarkt, vielen Geschäften, Restaurants und Cafés – sowie einer der schönsten Gaysaunen weltweit. So entschlossen wir uns an einem Silvesterabend vor einigen Jahren spontan, den Jahreswechsel in den Niederlanden zu verbringen.

Wir starteten den Abend ganz entspannt mit Saunieren, Relaxen und einem leckeren Abendessen in der ‘t Bölke-Gaysauna. Gegen 23:30 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Enschede: Da hier an normalen Samstagen der Bär steppt und die zahlreichen Cafés am Marktplatz voller Einheimischer und Touristen sind, erwarteten wir hier zu Silvester eine Riesenparty. Doch da hatten wir uns getäuscht: Zum Jahreswechsel um 0:00 Uhr waren wir die einzigen Menschen, die zu Silvester in Enschede auf der Straße waren! Erst später erfuhren wir, dass viele niederländische Städte bestimmten Zonen das Knallen von Böllern und Feuerwerk an Silvester verboten haben. Der Grund für diese Maßnahme waren Zehntausende von Beschwerden und zahlreiche Unfälle in den vergangenen Jahren. Trauriger Höhepunkt war die Explosion einer Feuerwerksfabrik in Enschede am 13. Mai 2000, bei welcher 23 Menschen starben und 947 Personen verletzt wurden. Wer Silvester ohne Böller und Feuerwerkt genießen möchte, ist somit in den Niederlanden genau richtig. Unser westliches Nachbarland ist somit auch das richtige Reiseziel für einen Kurzurlaub über Silvester mit Hund.

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Vitaminreicher Jahreswechsel in Spanien

Auch in Spanien, wo traditionell viele Gays ihren Silvesterurlaub u.a. auf Gran Canaria verbringen, fällt das Feuerwerk deutlich dezenter aus, als in Deutschland. Dafür gestalten die Spanier den Jahreswechsel umso gesünder: Hier ist es Tradition, zu jedem der zwölf Glockenschläge in der Silvesternacht eine Weintraube zu essen. Die Weintrauben werden an speziellen Ständen und in den Supermärkten als Glückstrauben frisch verkauft. Nachdem alle Trauben gegessen wurden, wird ein goldener Ring in das Sektglas geworfen, welche den Trinkenden Glück in der Liebe bescheren soll.

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Vorsicht: Fliegende Gegenstände in Italien und Portugal

Wer Silvester in Italien verbringt, sollte im Freien aufpassen, dass ihm nichts auf den Kopf fällt: Denn die Italiener werfen am letzten Tag des Jahres ihre Sünden und Sorgen in Form von Porzellan und Kleidungsstücken aus dem Fenster! Die Wünsche für das neue Jahr werden auf einem Zettel notiert und anschließend in einem Feuer verbrannt. Singles sollten sich über Silvester in Italien unbedingt rote Kleidung anziehen: Dies erhöht angeblich die Chancen, im neuen Jahr von Amors Pfeil getroffen zu werden.

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Auch in Portugal ist zu Silvester Vorsicht geboten: Ähnlich wie die Italiener, schmeißen die Portugiesen zum Jahreswechsel ihr Geschirr aus dem Fenster. Zur akustischen Unterstützung wird dazu noch gerne mit Kochtöpfen Lärm gemacht. Anders als in Italien sollte man in Portugal jedoch nicht Rot, sondern Blau tragen, um im neuen Jahr das (Liebes-) Glück anzuziehen.

Äpfel und Linsen in Tschechien

Auch die tschechische Hauptstadt Prag ist von Deutschland aus schnell und bequem zu erreichen. Dank ihrer umtriebigen Homo-Szene mit vielen schwulen Bars, Kneipen und Saunen ist Prag und somit das perfekte Ziel für einen Silvester-Kurzurlaub. Genau wie in Deutschland ist in Tschechien zu Silvester das Bleigießen populär. Typisch tschechisch ist aber vor allem das sogenannte Apfelorakel: Dazu wird ein Apfel halbiert und am Kerngehäuse das Schicksal abgelesen. Bilden die Kerne ein Kreuz, droht im neuen Jahr leider Unheil. Sind die Apfelkerne in Sternform ausgerichtet, verheißt das neue Jahr dagegen ein besonders glückliches zu werden! Doch ganz egal, wie das Apfelorakel ausgeht: Der Schaumwein fließt zu Silvester in Tschechien auf jeden Fall in Strömen. Dazu werden belegte kleine Baguettestücke namens „chlebicky“ gereicht. Denn zu Silvester in Tschechien darf kein Fleisch eines Tieres in der Pfanne landen, das einst Beine hatte – denn sonst könnte das Glück davon laufen. Selbiges gilt übrigens auch für Fisch, denn das Glück kann bekanntlich auch schwimmen. Stattdessen essen die Tschechen zu Silvester lieber Linsen, welche ein Symbol für Reichtum darstellen.

Gegen Mitternacht strömen Tausende Menschen in das Prager Stadtzentrum, welches zum Neujahrsfeuerwerk einem Hexenkessel gleicht.

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Glimpses of Pride March from India

Two Indian cities held gay pride marched recently- Bengaluru on Nov 29th and Delhi on Dec 2nd. Both these cities have been holding pride marches since 2008. With a right wing government ruling India currently, and the shrinking space for free expression, pride march in both these cities extended support for other minorities and causes as well, demanding a society where everyone is able to freely express themselves. Homosexual acts remain criminalised in India under Section 377 of the Indian Penal Code.

Bengaluru Pride

A participant has his body painted

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A transgender person takes part in the pride marchBangalore Pride 2015 036

Another person dresses up in a traditional attireBangalore Pride 2015 053

A gender queer participantBangalore Pride 2015 020

Delhi Pride

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Foreigners take part in Delhi Pridedelhi_pride_firangs

A poster demanding removal of Section 377no_377_poster

A participant dresses up as a PrinceDSCN5070

Another poster points out that Sec 377 is a British Legacybeefy_poster

A participant in a feather dressrainbow_feathers_delhi

Reisetipps für den Gay-Urlaub auf Fuerteventura

Wer an einen Gay-Urlaub auf den Kanaren denkt, dem kommt vermutlich zuerst Gran Canaria in den Sinn. Mit den Dünen von Maspalomas und dem Shopping- und Unterhaltungszentrum Yumbo Centre zählt die Insel seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Reisezielen für schwule Männer. Doch auch die übrigen Kanareninseln sind eine Reise wert, denn jedes Eiland bietet seine individuellen Vorzüge. Vor allem Wanderfreunde, Naturliebhaber und Wassersportler kommen auf den Kanaren auf ihre Kosten. Doch natürlich gibt es nicht auf allen Kanareninseln eine solch große und abwechslungsreiche Gay-Szene wie auf Gran Canaria. Allen Urlaubern, die während der schönsten Zeit des Jahres trotzdem nicht auf eine queere Infrastruktur verzichten möchten, empfehlen wir in unserem heutigen Blogartikel einen Gay-Urlaub auf Fuerteventura.

Fuerteventura wird gerne als der „Strand der Kanaren“ bezeichnet. Während Gran Canaria und Teneriffa für Ihre imposanten Berglandschaften bekannt sind, La Palma aufgrund ihrer üppigen Vegetation als die „Grüne Insel“ gilt oder Lanzarote vom Vulkanismus geprägt ist, beeindruckt Fuerteventura durch endlose, häufig bis zu mehrere Hundert Meter breite Strände mit türkisfarbenem Wasser. Ein wahres Paradies für Strandurlauber, die einen erholsamen Badeurlaub mit Karibikflair genießen möchten. Was viele Gäste jedoch nicht wissen: In der Stadt Corralejo im Norden von Fuerteventura hat sich in der vergangenen Jahren eine kleine, aber äußerst lebendige Schwulenszene gebildet.

KM22 – Gaysauna auf Fuerteventura

KM22 Gaysauna auf Fuerteventura in Corralejo
KM22 Gaysauna auf Fuerteventura in Corralejo

Eine der beliebtesten Anlaufstellen für schwule Fuerteventura-Urlauber ist die Gay-Sauna KM22 – die erste und einzige Schwulensauna auf der Insel. Die Gaysauna ist sehr sauber und bietet ihren Gästen einen großen Whirlpool, eine Trockensauna, einen Darkroom, einen Sling-Raum, viele verschiedene Kabinen (teilweise mit Glory Holes) zum Spaß haben, Duschen, Sitzgelegenheiten zum Relaxen und Plaudern sowie eine Bar, an der leckere und preiswerte Drinks ausgeschenkt werden.

Adresse:
Av. Grandes Playas, 52
Corralejo
Fuerteventura

Lobos Paradise

Zur Gaysauna KM22 gehört auch die Café Bar & Lounge Lobos Paradise. Die Cocktail-Bar befindet sich im selben Gebäude wie die Sauna (welche jedoch einen separaten, diskreten Eingang besitzt) und bietet neben modernem, stylischem Ambiente auch eine große Terrasse, auf welcher man kühle Drinks genießen und chilliger Musik lauschen kann.

Adresse:
Av. Grandes Playas, 52
Corralejo
Fuerteventura

Spectrum Disco Bar

Gay Disco & Bar auf Fuerteventura
Gay Disco & Bar auf Fuerteventura

Zum Tanzen und Feiern ist die Spectrum Disco Bar bei schwulen und lesbischen Fuerteventura-Urlaubern sehr beliebt. Das Spectrum befindet sich mitten auf der Touristenmeile von Corralejo und zieht mit DJs, einer großen Tanzfläche und lauter Dance-Musik eine bunte Mischung aus feierwütigen Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Heteros an. Das Publikum setzt sich aus Touristen und Einheimischen gleichermaßen zusammen. Auf der schönen Terrasse lässt sich die kanarische Nacht mit einem leckeren Cocktail in der Hand besonders gut genießen. Wie in Spanien üblich, geht die Party im Spektrum jedoch erst weit nach Mitternacht so richtig los.

Adresse:
Calle Nuestra Señora del Carmen, 62
CC Zoco
Corralejo
Fuerteventura

Cruising Areas auf Fuerteventura

KM22 Cruising area auf Fuerteventura
KM22 Cruising area auf Fuerteventura

Cruising gehört für viele schwule Männer zu einem Strandurlaub dazu. FKK und Nacktbaden sind auf Fuerteventua an vielen Stränden möglich – dank der hervorragenden klimatischen Bedingungen sogar das ganze Jahr über! In Corralejo gibt es gleich zwei Strandabschnitte, die zum Cruisen einladen.

Die wohl bekannteste Cruising Area auf Fuerteventura befindet sich am Ende der Playa del Burro. Die Inselstraße FV-1 führt hier mitten durch die herrliche Dünenlandschaft. Am Kilometer 22 (daher auch der Name der Gaysauna!) parkt Ihr Euren Mietwagen oder das Leihfahrrad – denn zu Fuß dürfte der Weg etwas zu weit sein. Von hier aus könnt Ihr schon die mit Gras und Büschen bewachsenen Sandhügel in den Dünen sehen. Und wer nach dem Cruising eine Abkühlung braucht, stürzt sich an diesem traumhaften Strandabschnitt in das verführerisch türkisfarbene Meer!

Einige Kilometer weiter, ebenfalls an der FV-1, direkt am Ortseingang von Corralejo – und somit auch bequem zu Fuß zu erreichen – befindet sich eine weitere Cruising Area auf Fuerteventura. Der Strandabschnitt ist hier zwar nicht ganz so schön wie am KM22 – doch in den aus Vulkangestein aufgebauten Steinringen warten willige Männer auf Gesellschaft. Außerdem kann man(n) von hier aus den herrlichen Ausblick auf die kleine Isla de Lobos sowie auf Lanzarote genießen!

Fazit

Fuerteventura ist auch für schwule Männer eine Reise wert. Besonders wenn man im Urlaub Ruhe zur Erholung sucht, ist die Kanareninsel die perfekte Alternative zu der vom Massentourismus geprägten Schwesterinsel Gran Canaria. Egal, ob Du Sex oder Freundschaft suchst: Die schönen Cruising-Strände und die kleine Gay-Szene in Corralejo bieten mit internationalem Publikum gute Chancen, neue Kontakte zu knüpfen.