Penis Positivity: ER gehört dir.

Der englische Begriff “Body Positivity” beschreibt eine ziemlich aktuelle Bewegung. Sie scheint in Zeiten von sog. Influencern auf YouTube, Instagram, Tumblr und Co. immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Im Mittelpunkt dieser Bewegung steht die Akzeptanz des eigenen Körpers – sowohl bei einem Blick zurück in die Vergangenheit, einem Blick in den Spiegel als auch beim Blick in Richtung Zukunft. Es geht darum, dem Beauty Gedöns, Body Forming und Body Building die bewusste Annahme der eigenen Physis entgegen zu stellen. Also ein “JA” zum Ich und damit ein “JA” zur eigenen äußeren Erscheinung zu entwickeln, spüren und erleben.

Was hat das mit Gay und Schwanz – ähm, Penis 😉 – zu tun?

Die Antwort fällt nicht sonderlich schwer, ist doch das (Selfie) Posing und das Forming des Körpers ein fester Bestandteil des schwulen Alltags. Nicht nur im Club, beim Cruisen oder im Darkroom. Das Bild eines vermeintlich perfekten Körpers hat sich so verfestigt, dass es sich in zahlreichen Situationen, auch außerhalb der Szene, widerspiegelt. Neben einem Hipster-mäßigen Outfit zählen vor allem die “wahren Werte” eines schwulen Mannes  –  Länge und Umfang seines Schwanzes.

Als ob die fast schon ständige Konzentration auf das Äußere nicht anstrengend genug ist, nimmt bei der Bestimmung des Selbstwertes der Schwanz ein besondere Rolle ein. Zum Beispiel bei der allgemein üblichen gegenseitigen Begutachtung während des Duschens im Schwimmbad: “F*ck, wieder einer, mit ‘nem Längeren als ich!”

Typisches Selfie Posing: ‘perfekter’ Body und Schwanz

Um auf die Body Postitvity zurück zu kommen. Wie wäre es in dieser Situation mit dem Gedanken “Boar, hat der Typ gegenüber ein riesen Teil. Kein Wunder, der Kerl ist auch locker 20 cm größer als ich”? Was würde dieser Gedanke mit dem eigenen Selbstwert machen? Wäre die Chance, den Typen von gegenüber vielleicht sogar mit in eine Umkleidekabine zu bekommen, nicht größer? Wie wichtig ist überhaupt die Länge im Vergleich zur Potenz?

Penis Positivity

Sicher, einen Übergang vom Selfie Posing, inklusive Schwanzbildern, hin zur Penis Positivity stelle ich mir weder leicht noch besonders kurzfristig vor. Für mich wäre zu klären, welche Zwecke das Selfie Posing erfüllt und wie es dazu gekommen ist. Ich denke, mir selbst würde etwas Humor bei dieser Sache helfen, um den Druck, der mit dem Beauty und Posing Gedöns verbunden ist, ein wenig zu minimieren.

Neulich sah ich am Rückspiegel eines parkenden Autos einen Anhänger mit dem Text “I love my Penis” baumeln. Sofort im Web gesucht, fand ich unzählige Artikel mit diesem geilen Spruch. Zum Beispiel der Kaffepott, der mich seit Kurzem nach dem Aufstehen sofort an meinen Prachtkerl in der Hose erinnert.

Oder die Sticker, die ich überall in der Wohnung verteilen könnte. Der beste Artikel ist für mich jedoch das T-Shirt, mit dem ich im Club allen ganz easy, ohne ein Wort darüber verlieren zu müssen, sagen kann: Leute, ‘I love my Penis’. Echt ein Hammerteil, … (nicht nur) das T-Shirt. 😉

Steven

Steven has been part of ebab.com since 2013. He is the man for social media and the ebab gay travel blog. As you can see, he also likes to write a blog article himself.

German version: Steven gehört seit 2013 zum Team von ebab.com. Er ist der Mann für Social Media und unseren ebab Gay Travel Blog. Wie ihr seht, schreibt auch er gern einmal einen Blogartikel selbst.

Ein Wunderkind: Xavier Dolan

Soeben las ich, dass mit ” The Death and Life of John F. Donovan” in diesem Jahr ein neuer Streifen von Xavier Dolan (geb. am 20. März 1989 in Montreal) in die Kinos kommen soll. Für einen Dolan-Fan wie mich ist das eine lang ersehnte Nachricht, denn die Veröffentlichung seines letzten Films, “Einfach das Ende der Welt”, 2016 in Cannes liegt schon etwas länger zurück. Wie konnte ich nur diese letzten beiden Jahre ohne eine neue Produktion von Xavier überhaupt überstehen? Wahrscheinlich nur dadurch, indem ich mir all seine bisher gedrehten Filme immer und immer wieder in unserem Heimkino “reinzog”.

Für diejenigen unter euch, die von Xavier Dolan noch nichts gehört haben sollten, und für alle anderen, stelle ich heute eine Auswahl meiner Lieblingsstreifen von ihm zusammen. Jeder einzelne von ihnen erhielt zahlreiche internationale Preise und Nominierungen – keine Frage!

I Killed My Mother | 2009

In seinem Regiedebüt erzählt Xavier Dolan aus dem Leben des 16-jährigen Protagonisten Hubert, der seit Kurzem mit Antonin, seinem Klassenkameraden, zusammen ist. Hubters Zorn und Rebellion gegen seine Mutter nehmen stetig an Intensität zu, sodass er nur noch einen Ausweg sieht: so schnell wie möglich aus der Wohnung seiner Mutter ausziehen.

Mit diesem zugleich semiautobiografischen Film thematisiert Dolan auch seine eigenen Erfahrungen aus der Beziehung zu seiner Mutter.

Herzensbrecher | 2010

In Film Nummer 2 von Dolan dreht sich alles um eine Dreiecksbeziehung mit vier Ecken. Marie und Francis, die eine lange Freundschaft verbindet, lernen auf derselben Party den Cuty Nicolas kennen. Damit scheint das Drama bereits vorprogrammiert zu sein: aus Freundschaft wird Konkurrenz und Neid. Ob sich die Mühe um die Liebe von Nicolas tatsächlich lohnt? Ist er es Wert, dass Marie und Francis seinetwegen ihre Freundschaft aufs Spiel setzen?

Laurence Anyways | 2012

In diesem außergewöhnlichen Film steht eine anscheinend unmögliche Liebe zwischen einer Frau namens Fred (Frédérique) und einer transgender Frau namens Laurence (zu Handlungsbeginn als Mann lebend) im Mittelpunkt. Laurence offenbart ihren innigsten Wunsch, ihr wahres Selbst zu werden: eine Frau. Die Geschichte, die in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren spielt, umfasst ein Jahrzehnt, in dem die verhängnisvolle Liebe von Fred und Laurence sowie die Prüfungen und Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert sind, aufgezeichnet werden.

The Death and Life of John F. Donovan | voraussichtlich Herbst 2018

Dolans aktuelles filmisches Kunststück sollte ursprünglich während der Filmfestspiele von Cannes im Mai 2018 veröffentlicht werden. Doch leider müssen wir uns bis zur Premiere des Filmes noch gedulden. Sie soll von Dolan selbst auf Herbst verschoben worden sein, damit er noch weiter an der Post-Produktion arbeiten kann.

Vorab findet ihr hier ein Interview mit ihm vom Set:

Steven

Steven has been part of ebab.com since 2013. He is the man for social media and the ebab gay travel blog. As you can see, he also likes to write a blog article himself.

German version: Steven gehört seit 2013 zum Team von ebab.com. Er ist der Mann für Social Media und unseren ebab Gay Travel Blog. Wie ihr seht, schreibt auch er gern einmal einen Blogartikel selbst.

Meine Sieben Weltwunder

Der Ursprung der Sieben Weltwunder reicht bis in die Antike zurück. Anfänglich umfassten sie von Menschen erschaffene architektonische Bauwerke. Mittlerweile gibt es auch sieben Naturerscheinungen, die international als Weltwunder gelten.

Neben den international angesehenen 7 (bzw. 14) Weltwundern, denke ich, hat jeder Backpacker oder Reisefan seine ganz persönlichen sieben Weltwunder: Orte oder/ und Bauwerke, die entweder mit einzigartigen Erinnerungen an eine Reise verbunden sind oder die beim bloßen Gedanken an sie spontan eine großes Fernweh hervorrufen. Heute berichte ich euch, welche persönlichen sieben Weltwunder auf meiner Liste stehen.

Stonewall Inn

Obwohl ich bisher – LEIDER – noch nie dort war, steht das StoneWall Inn an erster Stelle auf der Liste meiner eigenen sieben Weltwunder. Der Grund dafür liegt ganz klar in den Stonewall Riots, die in der Christopher Street im und vor dem Stonewall Inn von mutigen LGBTs “angezettelt” wurden. Ohne diesen Meilenstein der Lesben- und Schwulenbewegung hätten wir im Kampf für Gleichbehandlung und Anerkennung nicht so viel erreicht wie wir bisher schon geschafft haben. Das StoneWall Inn gilt für mich als queere Kultstätte. Im nächsten Jahr werden ich sie endlich besuchen – Yeah!

La Tour Eiffel

Den Eiffelturm verbinde ich mit einer meiner schönsten Reisen. Dieses anmutende Kunstwerk lädt immer wieder ein in die Stadt der Liebe. Den Tag, an dem ich ihn gemeinsam mit meinem Partner besuchte, werde ich nie vergessen. Wir verweilten dort oben mehrere Stunden bis zum Sonnenuntergang. Der Blick in alle Himmelsrichtungen, den Wind um die Nase, das beeindruckende Abendrot und das Schwanken der Turmspitze – alles bleibende Eindrücke für uns.

Berliner Fernsehturm

Der Berliner Fernsehturm ist völlig anders als der Eiffelturm und genau deshalb zählt er auch zu meinen sieben Weltwundern. Schon allein deshalb, weil mich seine Entstehungsgeschichte beeindruckt. Er wurde in einer Rekordzeit von nur wenigen Jahren errichtet. Das Highlight des Fernsehturms ist für mich das Restaurant über der Besucherplattform. Nicht, weil die Speisen besonders gut zubereitet werden, nein. Sondern weil ich es liebe, im Drehrestaurant ohne aufstehen zu müssen das 360-Grad-Panorama meiner Stadt zu betrachten.

Malediven

Auf die Inselgruppe bzw. -kette reiste ich vor einigen Jahren. Ich war überwältigt von dem türkisfarbenen Wasser. Ein derartig “tropisch eingefärbtes” Wasser real zu erleben, flashte mich extrem. Vom Schnorcheln ganz zu schweigen, bei dem ich Bekanntschaft mit einem Baby-Hai schloss. *Wow* Nicht zuletzt zählen die Malediven zu meinen Weltwundern, weil deren Existenz durch den Meerespiegelanstieg bedroht bzw. ungewiss ist.

U-Bahn

Die meisten meiner Reiseziel waren bisher Großstädte. Seit jeher liebe ich es, mich dort mit den Öffis fortzubewegen, da ich währenddessen in das Leben vor Ort eintauche. Am liebsten nutze ich die U-Bahn, falls es in der jeweiligen Stadt eine gibt. Klar, das System U-Bahn ist jetzt kein klassischer Ort oder klassisches Bauwerk. Stattdessen fasziniert mich das U-Bahn-Fahren selbst. Und ohne die Ingenieure von “damals”, welche das U-Bahn-System entwickelten, wäre dieses Erlebnis nicht möglich. Damit gilt für mich das System U-Bahn zu meinen sieben Weltwundern. Ein cooler Titel über die U-Bahn in meiner Stadt Berlin: Oliver Koletzki – U-Bahn.

Museum of Modern Art (MoMA)

Ebenso wenig wie ich bisher in NYC im Stonewall Inn war, besuchte ich das MoMa. Allerdings hatte ich das groooooße Glück, wie andere Kunstliebhaber auch, im Jahr 2004 das MoMa in Berlin in der Neuen Nationalgalerie zu besuchen. Meine Wartezeit von knapp vier Stunden nahm ich dafür ohne Weiteres in Kauf. Endlich das Ticket bekommen, verbrachte ich Stunden in der einzigartigen Ausstellung. Ich konnte mein Lieblingswerk – Persistance de la mémoire von Salvador Dalí (1931) – live und im Original betrachten (für Stunden). Ein absoluter Höhepunkt für mich, weswegen das MoMa einen sicheren Platz auf der Liste meiner sieben Weltwunder hat.

Kölner Dom

Obwohl ich Atheist bin, gibt es dennoch einige wenige kirchliche Bauwerke, dessen Anmut auch ich mich nicht entziehen kann: der Kölner Dom ist eines dieser Bauwerke. Nicht nur das Bauwerk an sich, sondern vielmehr die andächtige und erhabene Atmosphäre im Innern, welche von seinen “Mauern” ausgeht, machen ihn für mich so besonders. Besonders zur Geltung kam für mich diese Stimmung zu einer Mitternachtsmesse.

Steven

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Andersherum oder wie ich einem Heterosexuellen die schwullesbische Welt erkläre

„Stell Dir mal vor, es gäbe ca. zehn Prozent Heterosexuelle und alle anderen wären überwiegend homosexuell. – Dein Tag würde ganz anders ablaufen:

Du stehst morgens auf, gehst zum Briefkasten und holst die Tageszeitung. Unterwegs triffst Du zwei schwule Nachbarn, die sich freuen, Dich zu sehen und Dir begeistert im Treppenhaus auf nüchternen Magen einen anzüglichen schwulen Witz erzählen. Du gehst wieder rein, frühstückst und liest dabei die Zeitung. Alle Artikel sind von schwulen Journalisten verfasst, einige darunter von lesbischen Journalistinnen. Es sind ein, zwei knapp in Bademode bekleidete Schwule abgebildet.

Du machst Dich auf den Weg zur Arbeit. Dort angekommen öffnest Du Dein E-Mail-Account. Zwei Deiner Kollegen haben wieder pikante E-Mails mit Spaßcharakter rumgeschickt, die Heteros als albern und lächerlich darstellen. Nicht zu vergessen die E-Mails, in denen stolze Witze darüber gemacht werden, mit wie viel Stehvermögen es der eine Schwule dem anderen von hinten besorgt hat: zwei geschlagene Stunden! Es wird erwartet, dass Du darüber lachst. Besser wäre es, denn eine der E-Mails kommt von Deinem Chef.

Schließlich gehst Du in die Kantine, Mittag essen. Du sitzt unter schwulen und lesbischen Kollegen. Eine ist immer etwas stiller. Du fragst Dich, ob sie vielleicht auch hetero sein könnte. Ein Kollege lebt offen hetero. Die meisten tolerieren das, aber ein, zwei Deppen machen ständig Witze auf seine Kosten. Er hat sich aber sogar getraut, seine Lebenspartnerin mit zur letzten Weihnachtsfeier zu bringen. Eine Ehe dürfen sie ja nicht schließen. Die Leute haben vielleicht geguckt! Während des Essens unterhalten wieder einige Schwule und Lesben die Tafel mit anzüglichen Homowitzen, die stellenweise witzig sind und stellenweise die Grenze des guten Geschmacks echt mal wieder unterschreiten. Du ärgerst Dich und erzählst einen Heterowitz, um zu provozieren. Die meisten gucken Dich entgeistert an, einige wenige schmunzeln. Manche sind tolerant und manche möchten den Eindruck erwecken, sie wären es.  Du gehst wieder ins Büro und arbeitest noch ein paar Stunden.

Danach fährst Du heim, erledigst ein bisschen Haushalt. Da klingelt es an der Tür. Deine Nachbarin kommt zum Plaudern und um Dir ein „super schönes“ neues Buch unaufgefordert auszuleihen. Sie will Dir was Gutes tun. Es ist ein lesbischer Liebesroman. „Das ist doch für Dich auch schön, oder? Du bist da ja offen.“ – Natürlich wärst Du dafür offen, wenn es nicht der fünfhundertneunundsiebzigste Deines Lebens oder so wäre. Du möchtest gerne abends zum Abspannen öfter mal so was richtig schönes Herzschmerzmäßiges mit Mann und Frau lesen, aber leider gibt es dafür nur einen kleinen Markt. Du hast schon alles Gute gelesen und es kommt einfach nicht so schnell Neues dazu, wie Du die Romane verschlingst. Das ist wohl einfach so, wenn man einer Minderheit angehört. Schade. Du setzt ein Lächeln auf, bedankst Dich artig bei der Nachbarin und verabschiedest Dich.

Du gehst ins Wohnzimmer und setzt Dich vor den Fernseher. Du hast 286 Kanäle und auf allen läuft Schwulen- und Lesben-TV. Alle paar Jahre macht ein Sender mal was Experimentelles und nimmt ein heterosexuelles Format ins Programm. Deshalb läuft manchmal spät abends eine hetero-Serie, aber erstens wird die in der Regel schnell wieder abgesetzt und zweitens beginnt sie nie vor 23.30 Uhr. Ins Kino könntest Du auch nicht. Da kommen zwei- bis dreimal im Jahr unter der Rubrik Besonderer Film Heterofilme, heute läuft aber keiner.

Jetzt kommt Dein Freund nach Hause. Ihr beschließt, spontan in die Stadt zu gehen. Da gibt es ein Hetero-Café. Auf dem Hinweg geht Ihr Hand in Hand. Jeder dritte Schwule, der Euch begegnet, schmachtet Deinen Freund an. Er hat für sie durch seine andere sexuelle Orientierung einen besonderen Reiz, was Exotisches. Letzte Woche hat ihm einer Geld geboten, wenn er ihn mal beim Sex mit Dir zusehen lassen würde. Du weißt noch genau, wie er Dir das laut lachend zuhause erzählt hat. Eine Querstraße noch und dann seid Ihr da. Im Café sitzen zwar überwiegend ganz junge Hüpfer und Ihr fühlt Euch dort ein bisschen aus der Zeit gefallen, aber wenigstens seid Ihr unter  Gleichgesinnten. Es ist halt die einzige Hetero-Location in Eurer Stadt. Lang wollt Ihr ja eh nicht bleiben. Morgen müsst Ihr arbeiten und früh raus.“

Misha

Neben ihrem Beruf ist Misha Hobby-Autorin. Zurzeit wohnt sie in Greifswald an der Küste, genießt dort die steife Briese. Allerdings kann sie der Anziehungskraft Berlins nicht wirklich widerstehen und visiert schon ihr nächstes Berlin-Intermezzo an. Dafür würde sie am liebsten ihr kleines Hausboot nach Berlin fahren, um darauf zu wohnen…ohne Wasser geht’s eben doch nicht. 😉

Spartacus International Gay Guide: freu dich auf deine nächste Gay Reise

Obwohl das Reisen zu meinen absoluten Hobbies zählt, gibt es doch ein paar Dinge, die mich daran nerven. In Vorbereitung auf einen Trip und auch direkt vor Ort fiel es mir oft schwer, ausreichend und zuverlässige Community Facts zu meinem Reiseziel zu finden. Klar, es gibt hierfür unzählige Apps und Webseiten, die versprechen, sie hätten umfangreiche Informationen zu vielen Gay Hotspots auf der Welt. Was mir schon eher zusagte, um mich im Vorfeld über mein Reiseziel zu informieren, waren Blogs von Leuten aus der Community. Ich mag es, die Stories anderer zu lesen und mir so eine gute Vorstellung davon machen zu können, welche spannenden und interessanten Locations mich erwarten.

Was mir andererseits auf den unzähligen, jedoch unvollständigen Gay Travel Webseiten stets fehlte, war der ‘straighte’ Inhalt. Alles in allem nervte mich bisher, dass ich die für mich wichtigen Infos zu meinem Traumziel von den ‘tausend’ verschiedenen Quellen besorgen musste: die eine Insiderinfo hier, die andere dort usw., sodass dafür häufig viel Zeit drauf ging. Die Gay Apps waren schon ganz hilfreich dabei, jedoch waren sie für mich lückenhaft, nicht mehr aktuell oder vom Design her eher zum Abgewöhnen. Einer der Apps, die ich schon seit Langem nutzte, ist die Spartacus App. Vorteilhaft an dieser App war natürlich der Gay Content, beispielsweise zu Cruising Areas oder Gay Saunen. Doch sind meine Reisen häufig so, dass ich auch außerhalb der Community etwas erleben will. Um Infos zu typischen Sehenswürdigkeiten einer Stadt, wie zum Beispiel Museen, zu bekommen, musste ich bisher, ihr ahnt es schon, selbstverständlich wieder auf anderen Webseiten suchen. Es war also nicht selten, dass ich ‚tausende‘ Tabs im Browser geöffnet hatte und zusätzlich zwischen mehreren Apps hin- und hersprang. Davon war auch vor Ort die Frage betroffen, was unternehme ich heute Abend oder am nächsten Tag. Nicht zu vergessen die Suche nach einer gemütlichen, am besten gay-freundlichen Unterkunft und die Gay Events, allen voran die Gay Prides, welche der Anlass für viele meiner Reisen waren und sein werden.

Weswegen ich so ausführlich über die mehr oder weniger umständliche Reiseplanung schreibe? – Ich kann mir vorstellen, euch geht es ähnlich. Umso cooler ist es, dass es nun eine echte Verbesserung gibt, die ich nicht für mich behalten will: neulich nutzte ich wie gewöhnlich die Spartacus App und bemerkte die Vorzüge des Updates der App, das vor Kurzem stattfand.

Was soll ich sagen? – Viele der oben beschriebenen Probleme lösten sich in Luft auf. Mit der aktuellen Version der Spartacus App bekomme ich aus EINER Quelle top Infos zur Community wie Events, Locations und tatsächlichen Hot Spots [,wenn ihr versteht, was ich meine ;-)]. Andererseits lerne ich mein Reiseziel besser kennen, da auch ganz gewöhnliche Touri-Infos enthalten sind, z.B. Sehenswürdigkeiten. Außerdem habe ich Zugriff auf verschiedene Blogs, integrierte Umgebungskarten und kann mit der App auch meine An-/ Abreise planen. Die neue Möglichkeit, dass ich nun mit Hilfe der App eine private Unterkunft in der Community buchen kann, gefällt mir auch sehr gut. Ich mag keine Hotels, bei denen ich mir nicht sicher sein kann, ob ich auch wirklich willkommen bin. Ein dickes Plus für mich ist außerdem, dass fast alle GayPride Termine enthalten sind.

Zurzeit überlege ich, wann ich der Queen in London einen Besuch abstatte. 😉 Das wird mein erstes Mal in der britischen Hauptstadt. Dabei kommt mir das frische Update der Spartacus App super gelegen: das Stöbern durch die vielen Einträge in den unterschiedlichen Rubriken der App (Dance, Drink, Eat, Events, Info, Horny, Shops, Sights) als auch die interaktive Karte machen mich sehr neugierig auf mein nächstes Reiseziel. Die neue Version der App macht ziemlich Spaß. Da ich hier und da ein Faulpelz bin, ist sie für mich super bequem. Wie gesagt, ich bekomme alle Facts, die mir wichtig sind, auf einem Blick. Würde ich die App bewerten, bekäme sie von mir fünf von fünf Sternen und einen Daumen nach oben.

Steven

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Peters Guide durch Sydney

Während meines ersten Stopps in Sydney konnte ich sofort sagen, dass es eine Stadt ist, in die ich mich leicht verlieben könnte. Mit meinen ständigen Reisen um die Welt ist es schwer, einen Ort zu finden, an dem man wirklich sein Zuhause findet oder zumindest den bevorzugten Ruhepunkt vor dem nächsten großen Abenteuer.

Das Kleinod von New South Wales ist die größte Stadt Australiens, voller Leben und einer Kultur, die so vielfältig und großartig ist, dass jeder seinen Platz in seinem von Naturelementen und künstlerischen Entwürfen durchsetzten Beton-Dschungel findet. Hier gebe ich euch meine Tipps, um Sydney wie ein Einwohner und nicht nur wie ein Tourist zu erleben. Damit wird es euch gelingen, Geist, Körper und Seele mit der zeitlosen Kultur dieser Stadt zu erfüllen.

Werde Teil der Kunstszene

Wenn es um Kunst und Kultur geht, ist Sydney eine Stadt wie keine andere. Abgesehen davon, dass jeder Stadtteil eine eigene ‘Kunstinstallation’ ist, bei der beliebte Graffitikünstler ihre Gebäudefassaden prägen und zahlreiche Maler, Musiker und Künstler ihr künstlerisches Talent in der Nähe der berühmten Touristenattraktionen der Stadt zeigen, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die dynamische Kunstszene von Sydney selbst zu erleben.

Sydney bietet dir neben renommierten Theatern wie dem Sydney Opera House und der Sydney Lyric in Pyrmont auch abgelegenere Orte wie dem Glen Street Theatre in Newtown und dem Ensemble Theatre in Kirribilli. Wenn du Musik liebst, vergiss nicht, auch die City Recital Hall zu besuchen.

Entdecke die Architektur

Fest steht, dass Sydney ein architektonisches Wunder ist. Während du durch die großen Boulevards aber auch kleinen Gassen läufst, die geprägt sind von einem vergessenen viktorianischen Ambiente, führt dich die Stadt auf eine Reise durch die Jahrhunderte. Du wirst alle Typen architektonischer Meisterwerke finden, welche Sydney zu bieten hat – vom Sydney Tower Eye über die Sydney Harbour Bridge bis zum Monument of Lysicrates und vielen anderen Denkmälern, Sehenswürdigkeiten und architektonischen Wunderwerken. Nimm’ dir einfach einen Stadtplan und beginne mit der Entdeckungsreise durch die Jahrhunderte.

Entspannen wie ein Einheimischer

Wenn es um Freizeit geht, egal ob du in entspannter Atmosphäre neue Freunde treffen willst oder mit einem eiskalten Craft Beer vom Laptop aus arbeiten möchtest, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die du erkunden kanst. Mein absoluter Lieblingsort für jeden Nachmittag (,weil ich weiß, dass ich dort für eine Weile bleiben werde) befindet sich im Stadtteil Darlinghurst.

Falls du es noch nicht wusstest, Darlinghurst ist einer der lebendigsten Bezirke der Stadt, wenn du so willst, ein ‘perfekts’ LGBT-Paradies. Ich gehe hier am liebsten ist das Della Hyde. Dort gibt es alles, ich meine wirklich alles, um dich wie ein echter Aussie zu fühlen – australisches Essen, australisches Craft Beer, australische Cocktails … und noch viel mehr. Tagsüber ist das Ambiente entspannt und gediegen; mit einem Hauch von echtem australischen Spirit in jedem Gebräu und jedem Detail. In der Nacht verwandelt sich die Bar in eine echte Partylocation mit Live-Musik oder Djs und tanzenden Menschen, die den pulsierenden Raum mit Energie, guter Stimmung und einer Prise von dem, was kommen wird, füllen. Es ist der perfekte Ort, um tagsüber zu arbeiten und am Abend einfach auf eine Party zu gehen.

Feiern wie ein Rockstar

Und wenn wir gerade vom Feiern sprechen, was wäre Sydney ohne sein Nachtleben? Eine so große und lebhafte Umgebung ist die Heimat eines Nachtlebens mit unzähligen Möglichkeiten entweder mit deinen Freunden eine Kneipennacht zu verbringen oder in einem Club tanzen zu gehen.

Du kannst eine wilde Nacht mit ‘pre-club drinks’ in Darlinghurst beginnen und anschließend eine Tour durch die coolen Clubs in der George Street machen. Vergiss’ dabei nicht die Chinese Laundry und das ARQ. Und wenn du die ganze Nacht lang feiern willst, schlage ich dir das Pacha Sydney vor.

Egal wohin du in Sydney gehst, es gibt immer etwas, zu entdecken. Es gibt keinen Mangel an wilden, rihungen, innovativen und genussvollen Erlebnissen in der größten Stadt von Down Under. Also nutze meine Tipps, um dich bei deiner nächsten Reise nach Sydney wie ein echter Aussie zu fühlen.

Übrigens, was ich auf keinen Fall vergessen darf: die diesjährige Mardi Gras Party wird in die Geschichtsbücher eingehen! Alle rund um Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras freuen sich, dass der Pop-Superstar und die LGBTQI-Ikone CHER im Rampenlicht der offiziellen 2018 Mardi Gras Party am Samstag, den 3. März 2018, stehen wird.

Peter Minkoff is a gay travel and lifestyle writer. Besides writing, he worked as a travel journalist for many publications in Australia and the UK. Follow Peter on Facebook and Twitter for more tips.

Peter Minkoff ist ein schwuler Reise- und Lifestyle-Autor. Er arbeitete als Reisejournalist für viele Publikationen in Australien und Großbritannien. Folge Peter auf Facebook und Twitter für weitere Tipps.

Silvester 2017/18: Fünf Orte für deine Nacht des Jahres

Jetzt, zu Beginn des letzten Monats des Jahres, ist genau der richtige Zeitpunkt darüber nachzudenken und zu planen, wo du den Jahreswechsel 2017/ 18 verbringen willst. Die Silvesternacht ist in aller Welt eines der größten und spannendsten  Events. Der feierliche Übergang von der Vergangenheit in die Zukunft  ist die Gelegenheit schlechthin, mittendrin zu sein und das Jahr 2018 gebührend zu begrüßen.

Viele Städte und Hotspots auf der ganzen Welt wollen ihren Gästen am letzten Tag des Jahres einen unvergesslichen Silvesterabend bieten. Für diejenigen unter euch, denen die Entscheidung schwerfällt, an welcher Destination ihr in diesem Jahr Silvester verbringen wollt, hat ebab recherchiert. Im Folgenden empfehlen wir euch fünf Städte, in denen ihr eine einzigartige Silvesternacht erleben könnt.

Rom

Die größte Party des Jahres in Rom findet an der Piazza del Popolo zu Silvester statt, mit Feuerwerk und lokalen Popbands, die vor einer großen Menschenmenge spielen. Du kannst auch an anderen Orten in Rom eine unvergessliche Silvesternacht verbringen. Zum Beispiel während eines kostenlosen Konzerts im Circus Maximus oder bei einer Tanzparty um das Kolosseum. Vergiss nicht, dass traditionell sofort nach Mitternacht Linsen gegessen werden, um im neuen Jahr für Wohlstand zu sorgen. Noch wichtiger ist der Brauch, in der Silvesternacht “unten drunter” rote Unterwäsche zu tragen, um mit Gesundheit, Glück und Liebe belohnt zu werden.

Barcelona

Die Einheimischen verbringen den Silvesterabend traditionell bei ihren Familien und engen Freunden. Dennoch ist Barcelona seit einigen Jahren ein außergewöhnlicher Ort, um in das neue Jahr zu starten. Auf dem Plaza España findet eine riesige Silvesterparty statt. Es gibt Konzerte und Feuerwerk, und natürlich kommt die Tradition mit den 12 Weintrauben – „Las doce uvas de la suerte” (engl. “The twelve grapes of luck”) –  nicht zu kurz: um Mitternacht wird bei jedem Glockenschlag eine Traube gegessen, eine für jeden Monat. Wer nach dem zwölften Schlag alle 12 Trauben aufgegessen hat, wird im neuen Jahr besonders viel Glück haben.

Berlin

Berlin ist das ganze Jahr über eine faszinierende Stadt, die niemals schläft. So wird dich Berlin auch zu Silvester nicht enttäuschen. Das Brandenburger Tor wird zur größten Bühne der Stadt, wo es Konzerte, Feuerwerk, Lichtshows und Street Food aus aller Welt gibt. Nach Mitternacht beginnt auf dem Pariser Platz die größte Open-Air-Party Berlins. Ein atemberaubendes Panorama bietet auch die Oberbaum-Brücke.

London

Das größte Event, das an Silvester in London stattfindet, ist das offizielle Feuerwerk der Stadt. Diese riesige Feier lockt rund 250.000 Zuschauer an die Flussufer der Themse. Die gesamte Stadt vibriert und sie ähnelt einem spetakulären Festival. Tickets für die besten Aussichtspunkte für das Feuerwerk sollten rechtzeitig gekauft werden.

Copenhagen

Fahre nach Kopenhagen, um das neue Jahr wie ein echter Däne zu feiern. Schaue die Neujahrsansprache der Königin im Fernsehen um 18:00 Uhr, während der die Straßen für 15 Minuten völlig leer sind. Höre um Mitternacht auf die 12 Glockenschläge der Rathausuhr, singe dann die Nationalhymne mit und genieße ein Stück der traditionellen Marzipan-Torte “Kransekage”. Anschließend startet das tolle Feuerwerk, um das neue Jahr zu begrüßen. Und wer vorher noch Lust auf den Tivoli hat, kann dort bis 22 Uhr verweilen.

Alle in diesem Post von uns empfohlenen Städte haben eine Gemeinsamkeit: neben den offiziellen Silveyterparties kannst du dich selbstverständlich auch für eine Party in einer der vielen Gay Clubs entscheiden. Rom bietet dir z.B. den Club “Muccassassina”, in Barcelona ist das “Input” ein Hotspot, in Berlin findest du u.a. das “Schwuz” oder das “Schmutzige Hobby”, London ist bekannt für “Dalston Superstore” und in Copenhagen steigt beispielsweise im “NeverMind”eine Party.

 

Steven

Steven has been part of ebab.com since 2013. He is the man for social media and the ebab gay travel blog. As you can see, he also likes to write a blog article himself.

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GayGuide Tipps für deinen nächsten Trip nach Amsterdam

Meine absolute Lieblingsstadt, in der ich mich noch wohler fühle als in Berlin, ist Amsterdam. Das dürfte vor allem daran liegen, dass sich die Niederlande zum tolerantesten Land der Welt entwickelte.

Die Toleranz der Niederländer gegenüber LGBTs ist verwurzelt in ihrer Geschichte. Bereits im Jahr 1811 wurden „homosexuelle Handlungen“ per Gesetz entkriminalisiert. Nicht nur, dass in Amsterdam 1987 mit dem “Homomonument” das weltweit erste Denkmal enthüllt wurde, welches an Menschen erinnert, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und unterdrückt worden sind/ werden.
Darüber hinaus sind die Niederlande das erste Land auf der Welt, das die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglicht: seit dem 1. April 2001.

Und noch etwas macht die Niederlande einzigartig: die Amsterdam Gay Pride ist die weltweit einzige Gay Pride, die nicht auf der Straße, sondern mit ca. 80 Booten auf den Grachten stattfindet. Die „Canal Pride“, jedes Jahr am ersten Wochenende im August, ist ohne Zweifel ein internationales Highlight für die Community. Klar, es ist ein Must-do, dass du auf keinen Fall verpassen solltest.

Aber auch tausende niederländische Familien nehmen an der Canal Pride teil, um für die Rechte von LGBTs zu demonstrieren und dabei einfach nur Spaß zu haben. Nirgendwo anders als in Amsterdam gibt es so viele coole Familienpapas, die zu einer Gay Pride extra ein rosa Hemd tragen – so süß. 😉

In Amsterdam hat die Gay Community Tradition; 1927 eröffnete die erste offizielle Bar für Schwule. Heute findet ihr mit der Reguliersdwarsstraat, dem Amstel, der Warmoesstraat und der Kerkstraat gleich VIER Hotspots im Zentrum mit unzähligen Bars, Shops, Restaurants, Clubs, Cruising Bars/ Clubs, Saunen und Parties für Gays.

Meine persönlichen Favoriten/ Tipps:

#ClubChurch – Amsterdams erster Cruise Club
#ClubNYX – willkommen sind Gays und Straights, und jede_r dazwischen
#SaunaNieuwezijds – die neue stylische Sauna im Zentrum

And where to stay? – Meine Lieblingsunterkünfte für einen Tripp nach Amsterdam:

#Valentino‘s in Oud West – CAVA1-1
#Renate‘s 1 room apartment in Amsterdam City Center – WERE1-1
#Marc‘s Private Room in Amsterdam City Center – JOMA1-2

Wer es zum Koningsdag am 27. April leider nicht mehr geschafft hat, den sehe ich zur Amsterdam Canal Pride vom 4.-6. August 2017!

Steven

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Ein Trip nach Hamburg, St. Georg: weder mit Bus noch Bahn, sondern wie ich es mag!

Obwohl ich Berlin wirklich über alles liebe, packt mich hin und wieder die Lust, einen Trip gen Norden nach Hamburg, besser gesagt nach St. Georg, zu unternehmen. Bitte verzeih mir, mein Berlin, doch mit dem maritimen Feeling Hamburgs kannst du einfach nicht mithalten. Sei nicht traurig, DU bist mein Paradies – nicht Hamburg.

Mein letzter „Seitensprung“ nach St. Georg liegt noch gar nicht so lang zurück; etwa vier Wochen.
Vor Reiseantritt stellte sich natürlich die Frage: „Steven, wie kommst du am besten von Berlin nach Hamburg?“ Mit der Bahn? – Nein Danke, auf Pseudopünktlichkeit zu Luxus-Preisen kann ich verzichten. Oder mit dem Fernbus? – Ebenfalls nix für mich. Wie Fischstäbchen, die ich wirklich gern esse, in der Pappschachtel zusammen gequetscht halte ich es keine fünf Minuten aus, geschweige denn mindestens drei Stunden, die der Fernbus für die Strecke Berlin-Hamburg benötigt.    

Und was nun? Alles kein Problem – es gibt ja BesserMitfahren.de!!! Habt ihr schon etwas davon gehört? Für die wenigen 😉 unter euch, die BesserMitfahren.de noch nicht kennen sollten: das ist die erste Mitfahrbörse, bei der nicht nur Fahrten von Frauen für Frauen, sondern auch Fahrten von Männern für Männer eingetragen und gefunden werden können.
Übrigens ist BesserMitfahren.de das ehrenamtliche „Baby“ unseres ebab-Chefs. Er hat als Reaktion auf die Kommerzialisierung von mitfahrgelegenheit.de in nur sieben Tagen die Mitfahrbörse BesserMitfahren.de entwickelt und am 7. April 2013 an den Start gebracht. Mittlerweile gibt’s alles auch als App, ein Klick auf die nachfolgenden Buttons und “App geht” die Fahrt. 😉

    

Da ich schon immer am liebsten mit Mitfahregelegenheiten unterwegs bin und auch kein Bock auf Abzocke durch Großkonzerne habe, nutze ich seitdem BesserMitfahren.de. Zumal dort alles ohne nervige Registrierung und ohne Gebühren funktioniert, sozusagen Mitfahrgelegenheit 1.0 – total easy und mit direktem Kontakt zum Fahrer/in, also: back to the roots.

So nutzte ich BesserMitfahren.de selbstverständlich auch für meinen letzten Trip Mitte Januar nach Hamburg. Ich fand zwar keine direkte Fahrt bis nach St. Georg, doch dafür einen netten Fahrer mit lässigem Fahrstil, der uns alle sicher und entspannt zum Hamburger Hauptbahnhof fuhr. Von dort bis zu meinem ebab-Lieblingszimmer in St. Georg (VOAN4-1) ist es nicht wirklich weit.

Ich verbrachte eine schöne Zeit in Hamburg… doch nach ein paar Tagen Hamburger Meeresluft wurde die Sehnsucht nach Berlin immer stärker. Ich suchte mir wieder eine Mitfahrgelegenheit auf BesserMitfahren.de und trat meine ebenso relaxte Heimreise an.

Für alle, die ihr nun neugierig geworden seid, kann ich BesserMitfahren.de absolut als Alternative zu Bus und Bahn empfehlen, um das nächste Mal zu eurer gebuchten ebab-Unterkunft zu reisen.

Und, wer weiß, was sich sonst noch so alles während einer entspannten (oder aufregenden?) Mitfahrt-Gelegenheit ergibt… 😉

https://www.bessermitfahren.de/

Steven

Steven has been part of ebab.com since 2013. He is the man for social media and the ebab gay travel blog. As you can see, he also likes to write a blog article himself.

German version: Steven gehört seit 2013 zum Team von ebab.com. Er ist der Mann für Social Media und unseren ebab Gay Travel Blog. Wie ihr seht, schreibt auch er gern einmal einen Blogartikel selbst.

Tipps für Deinen Gay Urlaub in Barcelona und Sitges

Falls es ein Paradies für homosexuelle Männer geben sollte, dann kann man es sich vielleicht wie Barcelona vorstellen. Denn die Hauptstadt Kataloniens bietet alles, was das schwule Herz begehrt: eine riesige Metropole mit schier unendlichen Shoppingmöglichkeiten, beeindruckende Architektur und Sehenswürdigkeiten für Kulturliebhaber, eine abwechslungsreiche Schwulenszene mit zahlreichen Kneipen, Bars, Clubs und Gaysaunen und eine vorzügliche Lage mit herrlichen Stränden direkt am Mittelmeer. Außerdem befindet sich der traditionsreiche Badeort Sitges, das neben Ibiza und Gran Canaria beliebteste schwule Reiseziel Spaniens, in unmittelbarer Nähe.

Und das Beste: Barcelona ist von vielen deutschen Flughäfen aus in nur zwei Flugstunden schnell und bequem zu erreichen. Von Deutschland aus kannst Du u.a. mit den Fluggesellschaften Lufthansa, Vueling, easyJet, germanwings, eurowings, Norwegian, Air Berlin und Ryan Air nach Barcelona fliegen. Mit dem Flughafenbus gelangst Du in nur knapp 20 Minuten ins Stadtzentrum und bist sofort mittendrin im Geschehen.

Der Kern der Gay-Szene Barcelonas befindet sich im Eixample-Viertel. Die meisten schwulen Bars und Clubs in Barcelona füllen sich meist erst nach Mitternacht. Die beste Zeit, um das schwule Nachtleben der Stadt zu entdecken, ist in der Regel zwischen 24 Uhr und 2 Uhr nachts. Hier findest Du Drag-Shows, Bars für Bären und ihre Bewunderer, Jeans- und Leder-Bars mit Cruising-Bereichen, aber natürlich auch viele gemischte Bars mit Musik, Tanzflächen, Lounges und leckeren Cocktails. Ganz gleich ob alt oder jung, dick oder dünn, schwul, lesbisch oder hetero – im Eixample-Viertel finden alle Gays für Ihren Geschmack genau das Richtige.

Wer im Gay Urlaub auf herrliche Strände, einsame Meeresbuchten und gut besuchte Cruising Areas unter südlicher Sonne nicht verzichten möchte, findet etwa 40 km südlich von Barcelona ein wahres Eldorado. Das ehemalige Fischerdorf Sitges erreichst Du von Barcelona in nur knapp 30 Minuten mit der Bahn. In der Hochsaison zieht es Massen von schwulen Männern aus ganz Europa wegen Sonne, Strand, Meer und Sex nach Sitges. Der Urlaubsort bietet jedoch nicht nur viele kleine Clubs und Cafés mit größtenteils schwulem Publikum, sondern auch eine eindrucksvolle historische Altstadt.

Zu guter Letzt bietet Barcelona jedoch auch fantastische Sehenswürdigkeiten für jene schwulen Urlauber, die nicht (nur) an Sonne, Party und Sex interessiert sind. Touristenattraktionen wie der Park Güell, die Sagrada Familia, La Rambla, Casa Milà, das Museu Nacional d’Art de Catalunya oder der Hausberg Montjuïc mit dem Kastell und dem Olympiastadion befinden sich allesamt im Stadtzentrum und können bequem zu Fuß oder per U-Bahn erreicht werden.

Mario

Mario runs the travel blog beingboring.de. It originally started as a music blog, the blog is named after its favorite song by the gay pop duo Pet Shop Boys. Meanwhile, Mario reports on his blog mainly about travel, which he undertakes together with his partner. He writes about gay-friendly hotels, vacation packages, city breaks and cruises from a gay point of view and gives tips for interesting clubs, bars and cruising areas on site.

Mario betreibt das Reiseblog beingboring.de. Ursprünglich als Musikblog gestartet, ist das Blog nach seinem Lieblingslied des schwulen Popduos Pet Shop Boys benannt. Mittlerweile berichtet Mario auf seinem Blog hauptsächlich über Reisen, die er gemeinsam mit seinem Partner unternimmt. Dabei schreibt er über schwulenfreundliche Hotels, Pauschalreisen, Städtereisen und Kreuzfahrten aus einem schwulen Blickwinkel und gibt Tipps für interessante Clubs, Bars und Cruising Areas vor Ort.